Moderne Technik im Dienst der Umwelt

Die Zusammensetzung des Mülls kann für die Jahre bis 1967 nur grob geschätzt werden. Erst ab 1968 wurde das Deponiegelände permanent überwacht und damit war eine Erfassung der eingelagerten Abfälle möglich.

 

Seit 1975 existiert eine Ablagerungsgenehmigung für Hausmüll, hausmüllähnliche Abfälle, Bauschutt, Aushubmaterial, ölverunreinigtes Erdreich und Industrieabfälle mit nachgewiesener Unbedenklichkeit. Nachdem Mitte 1994 die Abfallverwertungsanlage des Abfallzweckverbandes Augsburg in Betrieb genommen worden war, wurde in der Deponie Augsburg-Nord kein brennbarer Haus- bzw. Gewerbemüll mehr abgelagert.

 

Die Deponie-Sickerwassermenge und –zusammensetzung wird kontinuierlich mit registrierenden Messeinrichtungen überwacht. Die Sickerwasser-Erfassung erfolgt über gelochte Rohrleitungen, die auf der Basisabdichtung verlegt sind und in die Sickerwasser-Sammelschächte außerhalb des Müllkörpers führen.

 

Und: Abfall ist noch lange kein wertloser Müll. Moderne Kleinkraftwerke nutzen frei werdendes Deponiegas, um damit Strom zu erzeugen.

Bakterien bauen über einen Zeitraum von 15 bis 25 Jahren die organischen Bestandteile des Mülls zu einem Gasgemisch ab, das überwiegend aus Methan, Kohlendioxid und Stickstoff besteht. Das Deponiegas darf nicht in die Umgebung gelangen und muss daher möglichst frühzeitig erfasst und aufgefangen werden.

 

Dies geschieht über perforierte Rohre, die senkrecht oder waagerecht in den Deponiekörper getrieben wurden. Das Deponiegaskraftwerk unterliegt ebenfalls strengen gesetzlichen Emissionsvorschriften.

 

Konstruktion und Betriebsweise des Verbrennungsmotors halten den Ausstoß von Luftschadstoffen jederzeit unter den zulässigen Grenzwerten.

 

Schallschutzeinrichtungen sorgen dafür, dass Menschen in der Umgebung der Deponie von lästigen Motorengeräuschen weitgehend verschont bleiben.

 

 

 

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